Es wird kälter und ich bin der Meinung, es ist jetzt Winter. Genauer, seit heute. Zwar liegt kein Schnee, nur der Wind ist kalt und fährt einem in den Mantel und von dort in die Glieder und es regnet nur mit Schneegestöber. Aber: Die Kleidung passt sich an. Heute im Bus und in der Tram habe ich es bemerkt: Die Menschen haben begonnen, tote Tiere anzuziehen.
Die Vorstellung eines russischen älteren Herrn, der mit Freunden in der Kälte Wodka trinkt, ist verknüpft mit diesen Pelzmützen auf dem Kopf. Eine Mütze, die aus unterschiedlichen Tieren gemacht werden kann, wie ich heute festgestellt habe. Zwar bin ich mir nicht sicher, ob ich richtig gesehen habe, aber auch Katzen sind möglich. Mützekatze, komm her kleine Mützekatze.
Die Damen hüllen sich gern in Pelzmäntel, ob echt oder nicht scheint unerheblich. Aber ich vermute, diese Mäntel sind so etwas wie wertvoller Schmuck: Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben.
Ob nun diese Mäntel wärmer sind als meine Jacke weiß ich nicht. Aber ehrlich gesagt, meine ist ja auch mit Tier: Daunen verstecken sich drin. Wie lange mich die geflatterfiederten Tierchen wärmen bleibt offen, notfalls lege ich mir eine Jacke zwei Größen größer für drüber zu.
Ein weiteres offenes Fragezeichen: Wie halten es manche Polinen aus, die bei diesem Wetter in gürtelbreiten Miniröcken die Straße betreten?
Dienstag, 13. November 2007
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