- Lichter am Kulturpalast: Schon von Weitem sieht man die Lichter leuchten. Der Kulturpalast überragt die ganze Stadt und ist auch ohne Weihnachtsdekoration schon nicht zu übersehen, weil in vielen Fenstern Licht ist und/oder er angeleuchtet wird. Jetzt aber sind seine vier Ecken mit Sternen versehen und diese Sternen leuchten, wenn es noch nicht hell ist, also etwa 3/4 des Tages. Um halb vier nachmittags ist es hier dunkel.
- Karpfen: Im Supermarkt sind sie überall, lebend, in Wasserbecken die sprudeln. Am 24. abends gibt es traditionell ein mehrgängiges Menü (je nach Region und sozialem Status, mindestens 7, normalerweise zwischen 11 und 13 Gänge). Und es gibt kein Fleisch an Weihnachten. Also nur Fisch. Karpfen, um genau zu sein. Er schwimmt von den Becken im Supermarkt über die Station, wo er getötet wird, auf den weihnachtlichen Tisch. Bei 2,7 Millionen Einwohnern in Warschau und angenommenen zwei Fischen (es gibt verschiedene, frittiert, in Suppe etc., je nach Gang) pro Person sind das 5,4 Millionen Karpfen.
- Trammusikanten: Die Schifferklavierspieler in der Tram kommen im Normalfall zu zweit. Einer musiziert, einer sammelt Geld. Das tuen sie immer noch, aber kurz vor Weihnachten gibt es neue Versionen. Nicht mehr der gleich alte Kumpel läuft mit, sondern der 7-jährige Sohn - in Weihnachtsmannkostüm, rot und weiß, mit Mütze. Kindchenschema und Adventsgefühle, eine profitable Mischung wie es scheint.