Und ich stelle mehrerlei fest:
Ich brauche nicht mehr wirklich lange um mich wieder einzugewöhnen
Warschau erscheint mir immer mehr als meine Stadt, ich kann inzwischen schon den Weg erklären, wenn Menschen mich fragen. Und manchmal sogar die Tramnummer.
Es ist wärmer als erwartet
Ich bin von krassen Minusgraden ausgegangen. Am Anfang zurück, wehte zwar der berüchtigte kalte, beißende Wind, aber nur zwei Tage. Seit dem ist es mässig bis angenehm, soll heißen, über 0 Grad. Ebenso: Kein Schnee.
Es ist heller als erwartet
Das ist keinesfalls auf die Herzlichkeit der Menschen hier bezogen, die meistens nicht so gering ist. Obwohl alle Großstädte wohl die Menschen zu etwas kälteren Gesellen machen.
Ernsthaft, es war heute um halb fünf noch einigermassen hell! Das ist wirklich gut, nachdem das etwa ne Stunde mehr Licht heißt, als zu der Zeit als ich abgeflogen bin. Und das tut gut und lässt die Stadt noch schöner sein. Tageslicht macht einfach ein paar Glückshormone mehr herumschwirrend.
Was ich noch feststelle: Das Semester geht zu Ende.
Die große Abschiedsparty hat bereits stattgefunden. Und jetzt sind alle etwas angespannt - die Rückflüge schon gebucht, das Bedürfnis, die Klausuren zu bestehen und die noch ausstehenden Essays zu schreiben. Ich sollte traurig sein, ich werde es langsam auch. Aber ich habe noch ein weiteres Semester und freue mich schon drauf - es wird noch wärmer und heller sein. Und diverse ausstehende Besuche werden mich auf Trab halten. Hoffe ich :)
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